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Arbeitsraum

Hypothesen ausarbeiten

Cold Case Dossier · Unterlage 10A

Arbeitslogik: Dieser Arbeitsraum dient dazu, Hypothesen nicht als Überzeugungen, sondern als überprüfbare Arbeitslinien auszuarbeiten. Achten Sie deshalb bewusst darauf, was eine Hypothese tatsächlich trägt, wo sie an Grenzen stößt und welche alternative Konstellation ebenfalls erklärungskräftig bleibt.

Dieser Arbeitsraum dient nicht dazu, eine schnelle Lösung zu formulieren. Ziel ist es, plausible Hypothesen sauber zu entwickeln, ihre Tragfähigkeit zu prüfen und ihre Schwachstellen sichtbar zu machen.

Ausgangspunkt sind ausschließlich jene Befunde, die nach der Neubewertung bestehen bleiben. Alles andere gehört nicht in die Hypothese, sondern in die Deutung.

Gerade hier gilt: Mindestens zwei plausible Szenarien sollten parallel gedacht werden. Nicht, weil Unklarheit gewollt ist, sondern weil nur so verhindert wird, dass sich erneut eine einzelne Erzählung zu früh verfestigt.

Nicht entscheidend ist, welche Hypothese auf den ersten Blick am stimmigsten wirkt.

Entscheidend ist, welche Hypothese die vorhandenen Befunde nachvollziehbar trägt – und an welchen Stellen sie offen, angreifbar oder widersprüchlich bleibt.

Der Hypothesenraum ist deshalb kein Ort für feste Überzeugungen, sondern für überprüfbare Arbeitslinien. Jede Hypothese muss sich daran messen lassen, was sie erklärt, was sie nicht erklärt und welche alternative Lesart ebenfalls möglich bleibt.

Hypothese 1

Hypothese 2

Vorläufige Einordnung

Technik: Die Antworten können direkt in die Felder geschrieben werden. Die Schreibfläche lässt sich unten rechts über die kleinen diagonalen Linien per Klick und Ziehen vergrößern.

Hinweis: Eine tragfähige Hypothese zeichnet sich nicht dadurch aus, dass sie geschlossen wirkt, sondern dadurch, dass sie ihre eigenen Schwächen sichtbar macht und alternative Erklärungen nicht ausblendet. Genau hier hilft das Prinzip der Gegenhypothese: Was, wenn gerade die am sichersten wirkende Interpretation die irreführende ist?