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Personen im Fokus

Drei Personen im Ermittlungsfokus

Cold Case Dossier · Unterlage 04

Lesart: Diese Unterlage dient der Erfassung der Personen, die im Verlauf der Ermittlungen in den Fokus gerieten. Sie dokumentiert die damalige Verdachtslage, ohne diese an dieser Stelle bereits abschließend zu bewerten.

Im Verlauf der Ermittlungen wurden zahlreiche Personen überprüft. Der Verdacht konzentrierte sich schließlich auf drei Männer, die nicht aus dem persönlichen Umfeld des Opfers stammten.

Person im Fokus · Akte 01

Paul M.

arbeitsloser Bauarbeiter, ledig

  • hatte in einer Kneipe nahe dem Tatort gezecht und seine Rechnung nicht bezahlen können
  • hinterließ dafür „seinen“ Autoschlüssel als Pfand
  • der Wirt akzeptierte dies, obwohl ihm der Gast nicht bekannt war
  • kam der Aufforderung über die Medien, sich als nächtlicher Kneipengast und „Schlüsselhinterleger“ zu erkennen zu geben, nicht nach
  • räumte nach seiner Ermittlung ein, Swantjes Hilferufe gehört und sich in Tatortnähe aufgehalten zu haben
  • bestritt in der Vernehmung die Tat

Aktenvermerk: Die Darstellung folgt der damaligen Verdachtslage.

Person im Fokus · Akte 02

Herbert R.

Kellner, geschieden, vorbestraft wegen Körperverletzungsdelikten, mehrfach inhaftiert

  • hatte als Kellner Kontakt zum Opfer in der Diskothek
  • gab im Rahmen der Ermittlungen Aussagen ab, die als auffällig bewertet wurden
  • erklärte, mit dem späteren Opfer getanzt zu haben
  • äußerte, dass es zu einer intimen Annäherung hätte kommen können, wenn er dies gewollt hätte
  • ließ den schwarzen Anzug, den er am Abend des Verschwindens getragen haben soll,
    am Folgetag reinigen
  • während einer früheren Haft soll er ein Drehbuch über den Mord an einer jungen Frau verfasst haben; dieses wurde in Teilen als ähnlich zum späteren Tatgeschehen beschrieben

Aktenvermerk: Die Darstellung folgt der damaligen Verdachtslage.

Person im Fokus · Akte 03

Wilhelm S.

Wachmann, verheiratet, zwei Kinder

  • hatte dienstlich bedingte Nähe zum späteren Tatort
  • sollte nach den an den Stechuhren dokumentierten Zeiten der von ihm kontrollierten Firmen über ein Alibi verfügen
  • in Tatortnähe wurde ein Taschentuch aufgefunden, das seiner Ehefrau zufolge ihm zugeordnet werden konnte
  • erklärte, es bei Kontrollgängen verloren zu haben
  • wurde im weiteren Verlauf nicht vertieft überprüft
  • war wegen partnerschaftlicher Gewalt polizeilich aufgefallen

Aktenvermerk: Die Darstellung folgt der damaligen Verdachtslage.